Pressemitteilung und Ankündigung

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Barntrup,

uns alle hat die Corona-Pandemie sehr stark getroffen und die meisten von uns kennen mittlerweile Personen aus dem engeren Bekanntenkreis die krank geworden oder vielleicht sogar schwer betroffen sind – direkt oder indirekt. Die Bibelgemeinde Barntrup, die in der Südstraße ihre Gottesdienste feiert, trauert sowohl mit den Menschen mit, die durch die Pandemie Freunde oder Verwandte verloren haben, als auch mit denen, die aktuell unter der Krankheit leiden – direkt oder indirekt.

Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens im Kreis Lippe haben wir uns dazu entschieden unsere Gottesdienste nun ab Sonntag dem 28.03.2021 bis einschließlich Sonntag den 18.04.2021 nur noch online anzubieten.

Dieser gesellschaftliche Einschnitt tut uns sehr leid – besonders deshalb, weil er das wertvolle Fest des Leidens und der Auferstehung Jesu Christi betrifft und wir als Bürger eigentlich das Recht hätten, Gottesdienste zu veranstalten oder zu besuchen. Aufgrund der aktuellen Situation bitten wir aber darum, Verständnis für diese Entscheidung zu zeigen!

Ein kurzer Rückblick
Vor dem Hintergrund besonderer Umstände und besonderer Entwicklungen möchten wir Ihnen noch gerne einen Einblick in die Geschichte und Entwicklung der Bibelgemeinde Barntrup geben: Seit nun fast 25 Jahren sind wir hier in Barntrup ansässig. Die gesamte Zeit war es uns ein großes Anliegen für diesen Ort zu beten – für die Stadt, für den jeweiligen Bürgermeister, für die kommunale Regierung und besonders auch für alle Bürger, zu denen wir auch selbst gehören. Dieses Anliegen ist uns in den letzten Monaten verständlicherweise noch wichtiger geworden. Darüber hinaus haben wir uns gerne am Stadtleben beteiligt. Wir haben uns für das Stadtleben investiert, waren oft Teil des Weihnachtsmarktes und haben diesen dann später, als dieser in der Stadt nicht mehr angeboten wurde, sogar vollständig übernommen und in unserer Mehrzweckhalle für die Barntruper organisiert. Auch mit den regelmäßigen Adventskonzerten für die Bürger dieser Stadt und dem Weihnachtsmusical für die Grundschulen sendeten wir das eindeutige Signal, unserem Ort und unserer Gesellschaft dienen zu wollen – so gut wir können. Es erscheint uns in dieser speziellen Zeit notwendig, daran zu erinnern, dass wir eben nicht isoliert für uns leben wollen! Denn die Hoffnung des ewigen Lebens in Jesus Christus ist eine Hoffnung, die wir nicht für uns behalten wollen; stattdessen wollen wir sie teilen – mit Barntrup!

Unsere aktuellen Beobachtungen
Warum nun diese Erinnerung? In den letzten Wochen und Monaten fällt uns eine beunruhigende Entwicklung auf: Bürger fotografieren unsere Parkplätze am Sonntagvormittag, hupen beim Vorbeifahren und lassen die Polizei rufen – offensichtlich um zu kontrollieren, ob wir unsere Gottesdienste ordnungsgemäß und dem Schutzkonzept entsprechend durchführen. Warum kommen Sie nicht einfach rein und überzeugen sich selbst von den strengen Sicherheitsmaßnahmen? Angesichts der sehr angespannten Situation können wir die Nervosität natürlich verstehen und sind auch nicht verärgert. Es ist auch ganz sicher nicht unser Anliegen, aus dieser Reaktion einiger Bürger pauschal auf alle Bürger Barntrups zu schließen. Aber wäre es nicht besser, einfach den direkten Kontakt mit uns zu suchen? Sie sind herzlich willkommen – mit Abstand natürlich!

Warum Präsenzgottesdienste?
Erstens: Wir nehmen die Angst unserer Mitmenschen, als auch die potentiellen Gefahren dieser Krankheit sehr ernst – überzeugen Sie sich selbst! Das Recht auf Präsenzgottesdienste, ist ein Grundrecht und Vorgabe der Regierung, daran halten wir uns. Dieses Recht haben alle Kirchen. Mit der Durchführung der Präsenzgottesdienste verfolgen wir nicht die Absicht von Exklusivität, sondern die Absicht, ein Lichtblick für die Normalität zu senden –

wobei die Gottesdienste mit dem Sicherheitskonzept alles andere als normal sind! Doch dieser Lichtblick von Normalität gilt nicht nur uns, sondern jedem Bürger, der an den Glauben an Jesus Christus interessiert ist – schließlich sind alle Gottesdienste öffentlich! 

Der zweite Grund: Das Zeugnis unserer Hoffnung. Worauf setzen Sie Ihre Hoffnung? Auf den Lockdown, auf die Maskenpflicht, auf einen Impfstoff? Alle diese Dinge mögen ihre Berechtigung und vielleicht sogar eine kurzfristige Hoffnung haben – aber was kommt dann? Worum geht es wirklich im Leben? Haben wir das Ziel erreicht, wenn wir einen Virus erfolgreich bekämpft haben, am Ende unseres Lebens aber trotzdem nicht wissen, wo wir hingehen? Durch den Glauben an Jesus Christus liegt unsere Hoffnung in erster Linie auf Ihm, auf Jesus Christus, der jedem Menschen ein erfülltes, echtes Leben und Vergebung schenken will, der an ihn glaubt! Demnach ist der Grund für das bisherige Festhalten an der Durchführung unserer Präsenzgottesdienste nicht Ignoranz, sondern lebendiges Zeugnis einer lebendigen Hoffnung! Und diese Hoffnung ist nicht Exklusiv – auch Sie können diese Hoffnung in Jesus Christus bekommen!
Wir möchten Sie daher ermutigen: Lassen Sie sich nicht von den Umständen dieser Zeit in Depression oder Traurigkeit versetzen – und: Besuchen Sie uns!

Mit Verständnis und großer Empathie für die Bürger der Stadt Barntup, 

Jakob Dück

Ältester der Bibelgemeinde Barntrup